Instrumente


Galileis Fernrohr bestand aus einer Zerstreuungs- und einer Sammellinse. Des sehr kleinen Gesichtsfelds wegens wird dieses Bauprinzip heute nur noch im Opernglas realisiert. Andere Linsenfernrohre folgten. Sie setzten auf Abwandlungen, die Johannes Kepler vorgeschlagen hatte.

Die ersten Teleskope sammelten etwa soviel Licht wie moderne Feldstecher. Ein solches Gerät reicht demnach oft schon aus, auf Galileis Spuren zu wandeln (Artikel).

Es löst die Milchstraße und manche Himmelsnebel in Sterne auf, es lässt Jupitermonde erkennen und zeigt zeitweise sogar die Phasen der Venus. Um das unvermeidliche Zittern der Hände nicht mitzuvergrößern, sollte man das Fernglas sicher auf einem Fotostativ montieren oder ein Gerät mit Bildstabilisator wählen.

Allerdings war die Vergrößerung der Galileischen Himmelsteleskope deutlich höher als die eines Fernglases. Er arbeitete gern mit Instrumenten von 20- bzw. 30-facher Vergrößerung. Um seine Beobachtungen am Mond oder Saturn nachzuvollziehen, wird man deshalb ein Fernrohr benötigen. Auch hier kommt man aber mit bescheidenen Geräten aus.

Richten Sie aber optische Instrumente, ganz gleich welcher Leistung, NIEMALS ohne spezielle, fachgerechte Schutzmaßnahmen auf die Sonne oder auch nur in deren Nähe!


Die Firma Astromedia hat einen sehr prächtigen Papierbausatz mit Glaslinsen herausgebracht, der eines der Galileischen Teleskope nachempfindet. Er geht auf meine Anregung zurück. Ähnlich preiswert ist das GalileoScope, entwickelt im Rahmen des Internationalen Astronomiejahres. Es ist lichtstärker und besitzt ein Stativgewinde.

Auf lange Sicht werden Sie sich dann aber wohl ein viel leistungsfähigeres Instrument zulegen wollen. Etliche Geräte besitzen bereits eine eingebaute Computer-Steuerung: Sie müssen die Sternbilder also nicht unbedingt erst kennenlernen (am lichtverseuchten Stadthimmel Wiens wäre das sowieso nur bedingt möglich), um fesselnde Himmelsobjekte aufzufinden.

 

Zum Teleskopkauf konsultieren Sie am besten einen Fachhändler, z.B. Ludwig F. Grandy von Astro Experts (Wien).


Teleskop bei Astroshop

Auch im Internet und mittels Versand lässt sich einkaufen. Hier gibt es etwa die deutsche Firma Astroshop.de.


Tipps aus erster Hand erhalten Sie von Amateurvereinigungen wie der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie.

 

Wichtige Hinweise zum Teleskopkauf finden Sie im Buch Fernrohrwahl für Einsteiger von Ronald Stoyan. Es behandelt wichtige Grundfragen und bietet eine umfassende Marktübersicht (Stand 2007).

Beachten Sie vor Anschaffung eines Instruments bitte, ob Sie es an Ihrem Beobachtungsplatz auch sinnvoll einsetzen können. Beim mobilen Einsatz ist an die Gewichtsproblematik zu denken.

Wenn Sie sich - ergänzend oder alternativ zum Teleskop - einen Feldstecher zulegen möchten, lesen Sie das Buch Fern-Seher von Lambert Spix. Es bietet eine Auswahlhilfe für die transportabelsten astronomischen Instrumente.

 

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